Internationaler Museumstag

Gespeichert von Sekretariat am Di., 25.01.2022 - 21:12

Kohleabbau bei Boltigen im 2. Weltkrieg

Wie viele wissen, wurde am Rande Horgens während des 2. Weltkrieges mit bis zu 260 Mitarbeitern Kohle abgebaut. Die Zahlen und Fakten sind das eine, aber wie spielte sich der Alltag im Bergwerk ab? Wer waren die Arbeiter? Wie war die Stimmung? Niemand mehr kann dazu Auskunft geben. Der letzte, dem Bergwerkverein bekannte Häuer verstarb 2016.
Aber halt: Über einen glücklichen Umstand – eine nächtliche Radio-Sendung über erfüllte Kinderwünsche – ist Edith Kammer «aufgetaucht». Sie hat ein Buch geschrieben. Genau genommen hat sie im Verlauf ihres Lebens mehrere Bücher geschrieben. Aber ein Buch von ihr trägt den Titel «Der Bergmanns-Schmied und das schwarze Gold». Darin erzählt Edith Kammer über den Kohleabbau in der «Klus» in Schwarzenmatt oberhalb Boltigen im Simmental. Als gelernter Schmied arbeitete dort ihr Vater in den Kriegs- und Krisenjahren von 1942 – 1948. «Ich habe versucht, die Erfahrungen aus Sicht meines Vaters aufzuzeichnen und in Erinnerung zu behalten». Aber auch sie selbst hat als junge Frau den Betrieb interessiert miterlebt und stand selbst im Bergwerk, auch an der Stollenbrust. Entsprechend genau und authentisch ist das Bild der harten Bergwerk-Realität, das sie im Buch zeichnet. Genau so wirklichkeitsnah wird die heute 90-jährige Edith Kammer diese Bergwerk-Atmosphäre in einem Bilder-Vortrag in Horgen zum Leben erwecken. Der Anlass findet statt am Sonntag, 15. Mai 2022 anlässlich des internationalen Museumstages im «Häuertreff» des Bergwerkvereins Käpfnach an der Seestrasse.

Hinweise zur Anfahrt
Parkplätze gibt es gegenüber im Voi-Parkhaus
ÖV Bus Nr. 121 bis Haltestelle Bergwerk

Plakat Vortrag E. Kammer
Dokument
Vortrag Edith Kammer (701.71 KB)